Durch die am 9. März 1844 erfolgte Stiftung der Verbindung Teutonia war einem Gedanken Gestalt gegeben worden, der später als (neue) Landsmannschaft im deutschen Korporationswesen eine bedeutende Rolle zu spielen berufen war. Sie
stellen folgende Forderung gegenüber den Corps und Busschenschaften auf: Sittlicher Lebenswandel und Förderung des Studiums ihrer Mitglieder, Anerkennung der Gleichberechtigung aller honorigen Studenten sowie Einschränkung der
Mensuren durch Einrichtung von Ehrengerichten. Teutonia fand dadurch Anerkennung und Gegnerschaft. 1848 entsandte sie drei Vertreter zum Allgemeinen Deutschen Studententag auf die Warthburg. Eine aus der Strömung dieser Jahre
entstandene kurze Neigung zur Burschenschaft wurde alsbald wieder abgelegt. 1856 schloss die Teutonia einen Kartellvertrag mit Teutonia Halle. Dies stellte die Geburtsstunde des späteren Goldkartells dar.Durch persönliche
Beziehungen ihrer Mitglieder zu Ghibellinia Tübingen entstand bei dieser der Wunsch auf einen erweiterten Freundschaftsbund. So kam es unter Hinzuziehung von Verdensia Göttingen und Makaria Würzburg am 1. März 1868 in Kassel zur
Gründung des Allgemeinen-Landsmannschafter-Verbandes.
In der nachfolgenden Geschichte der Teutonia mussten mehrmals die Namen sowie Farben geändert werden, ebenso trat ein Teil Aktivitas zum SC über. Seit 1923 besitzt Teutonia
ihr Haus in Bonn in unmittelbarer Nähe der Universität.